Das Kickback-Rig ist in meinen Augen die absolute Geheimwaffe für zickige Zander. Warum? Weil erst das Zusammenspiel aus dem richtigen Lamellen-Köder und der exakten Montage das Spiel erzeugt, das selbst an Beißflaute-Tagen provoziert. In diesem Guide gehen wir ins Detail: Ich zeige dir Schritt für Schritt, welche Materialien du wirklich brauchst und wie du das Rig so bindest, dass es unter Wasser sein volles Potenzial entfaltet.
Der Material-Check: Das brauchst du für das perfekte Kickback Rig
Bevor wir mit dem Binden starten, legen wir uns die „Zutaten“ bereit. Für eine Montage, die maximale Freiheit unter Wasser garantiert, empfehle ich folgendes Setup:
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Fluorocarbon (ca. 1 Meter): Das Material ist unter Wasser nahezu unsichtbar und bietet die nötige Abriebfestigkeit. Ein Meter gibt dir genug Spielraum für die Schlaufenbildung und den Seitenarm.
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Das passende Gewicht: Hier hast du zwei Optionen, je nach Gewässergrund:
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Birnenblei: Der Klassiker für harten Boden, um maximales Feedback zu bekommen.
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Stabblei: Die beste Wahl bei hängerträchtigem Grund oder leichtem Krautbewuchs.
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Der Haken: Ein feindrähtiger Haken ist entscheidend. Ein Wacky Hook in der Größe 1/0 ist ideal, um dem Lamellenköder (Rippchen) das Maximum an Bewegungsfreiheit zu lassen, ohne das Spiel durch zu viel Eigengewicht zu unterdrücken.
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Der Köder – Das „Rippchen“: Unser Bestseller mit der markanten Lamellen-Struktur und der besonderen Gummimischung. Dieses Zusammenspiel sorgt dafür, dass der Köder schon bei kleinsten Zupfern verführerisch arbeitet und den nötigen Wasserwiderstand bietet, um am langen Arm des Kickback Rigs perfekt zu spielen.
Der Aufbau des Kickback Rigs
Schritt-für-Schritt: Die perfekte Kickback-Montage binden
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Das Blei am kurzen Arm: Zuerst bindest du dein Birnenblei (oder Stabblei) ans Ende deines ca. 1 Meter langen Fluorocarbons.
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Die Kraftübertragung (Doppelacht): Misst du nun etwa 20 bis 30 cm vom Blei nach oben. Dort legst du eine Schlaufe mit einem Doppelacht-Knoten. In diese Schlaufe hängst du den Snap deiner Hauptschnur ein. Das Blei hängt nun an einem kurzen, direkten Arm für maximale Rückmeldung vom Grund.
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Der lange Köder-Arm: Das restliche Fluorocarbon (jetzt ca. 70–80 cm lang) bildet den Laufarm für deinen Köder. An dieses freie Ende bindest du deinen Wacky Hook (Größe 1/0) an. Diese Länge ist entscheidend, damit der Köder völlig frei und zeitversetzt zum Blei agieren kann.
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Die Kopf-Anköderung: Zum Schluss stichst du das „Rippchen“ einfach in der Kopfpartie ein. Fertig ist das Rig!
Theorie ist gut, Praxis ist besser: Falls du dir beim Binden der Doppelacht-Schlaufe oder dem perfekten Ködersitz noch unsicher bist, schau dir unbedingt dieses Video an. Hier zeige ich dir die Montage noch einmal im Detail, damit am Wasser jeder Handgriff sitzt!
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